Caritas Kitzingen

Würzburg, 07.07.2020. Am Vorabend des Kilianstages haben die Mitarbeiter der Caritas in Würzburg Kiliani gefeiert. In Dom und Caritashaus war ausreichend Platz, sich unter gegebenen Umständen zu begegnen.

Deutlich kleiner als gewohnt haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diözesan-Caritasverbands das Kilianifest begangen. Mit einer gemeinsamen Andacht im Kiliansdom und einer anschließenden Begegnung im Hof des Caritashauses begingen sie am Dienstag unter Beachtung aller gebotenen Maßnahmen das Hochfest des Würzburger Bistumspatrons. Dem Vorstand sei es nach den anstrengenden Monaten der Krisenbewältigung ein Anliegen gewesen, den Frauen und Männern im Dienst der Caritas diese Gelegenheit zur Einkehr zu ermöglichen, hieß es bereits in der Einladung.

Dass diese gerne angenommen wurde, zeigte der am Dienstagnachmittag – unter Berücksichtigung des Abstandsgebots – gut gefüllte Kiliansdom. In seiner Predigt ging Domkapitular Clemens Bieber zunächst auf persönliche Erfahrungen in der Heimat der Frankenapostel ein: Eine stürmische Bootsfahrt in Irland habe ihn vor Jahrzehnten gelehrt, wie wichtig es sei, Menschen um sich zu haben, die einem Halt geben.

Halt, wenn es drauf ankommt

Dies hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas gerade in der Corona-Krise in hervorragender Weise gezeigt, so Bieber. Ob in der Pflege, der Alten- und Behindertenhilfe, der Unterstützung von Obdach- und Wohnsitzlosen den Beratungsdiensten oder der Arbeit für Kinder und Jugendliche: Die Frauen und Männer der Caritas hätten Großes geleistet, „als – bildlich gesprochen – der Boden unter den Füßen vieler Menschen schwankte und es auf einen verlässlichen Halt ankam“.

Dabei verwies der Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbands auf das Evangelium vom Sturm auf dem See, das im Abendgebet zu hören war. Die Jünger hätten sich in ihrer Verzweiflung an Jesus gewandt, der ihnen ohne zu Fragen zur Hilfe kam. Wenn Menschen, so wie Jesus im Evangelium, uneigennützig Hilfe leisten, sei das „ein Garant dafür, dass Gott uns nicht im Stich lässt“, so der Domkapitular.

Aus dem Glauben an Gott beherzt anpacken

Dabei brauche es Halt und Orientierung nicht nur in existenziellen Krisen, so Bieber. Notwendig sei dies auch im alltäglichen Leben, etwa mit Blick auf gesellschaftliche und politische Umbrüche. Weltweite Fluchtbewegung, erfolgreiche Populisten und nicht zuletzt die Bedrohung der Schöpfung durch den Klimawandel seien ebenso Stürme, die nach Halt verlangten. Das Evangelium vom Sturm auf dem See verweise darauf, dass Menschen, die sich dieser Aufgabe stellen, diese nicht aus eigener Kraft bewältigen müssen. „Wo wir als Kirche im Vertrauen auf IHN, mit IHM im Boot unterwegs sind, da werden wir beherzt anpacken in den Stürmen des Lebens und den Menschen Orientierung und Halt geben.“

An Stelle des traditionellen Empfangs, der nach den Wallfahrtsgottesdiensten der Kilianiwoche auf dem Kiliansplatz neben dem Dom stattfindet, folgte in diesem Jahr im Anschluss an die abendliche Andacht ein Beisammensein im Innenhof des Caritashauses. Neben zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fanden sich dazu neben dem Vorsitzenden, Domkapitular Clemens Bieber, auch die Caritasdirektorin Pia Theresia Franke und die Ehrenvorsitzende Landtagspräsidentin a.D. Barbara Stamm ein. Sie durften sich über einen Dank für die Einladung in Form eines kräftigen Applauses durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen, die den Abend bei mildem Sommerwetter sichtlich genossen.

Kilian Martin

Hilfe für Bedürftige: Aussortierte Kleidungsstücke finden im Caritas-Kleidermarkt in Kitzingen eine sinnvolle Verwendung. 

Wer Zuhause mal wieder seinen Schrank ausmistet – auf der Suche nach Klamotten, die nicht mehr passen oder gefallen – kann mit der aussortierten Ware gerne in den Caritas-Kleidermarkt in Kitzingen marschieren. Wie Jürgen Fuchs vom Landkreis-Caritasverband verrät, sind die ehrenamtlichen Helfer dort durchaus dankbar – und nicht nur die, sondern natürlich auch die bedürftigen Bürger, die dort für wenig Geld an gut erhaltene Klamotten kommen.

Frage: Welche Kriterien gelten bei der Annahme?

Jürgen Fuchs: Angenommen werden Oberbekleidung, vollständige Bettwäsche sowie Handtücher. Alle Textilien müssen in einem guten und sauberen Zustand sein, denn wir haben keine Möglichkeit, die Sachen zu reparieren oder zu reinigen. Mengenmäßig gibt es keine Beschränkung – jedoch muss die Ware selbst gebracht werden, wird also nicht von uns abgeholt. Die Textilien werden gespendet, das heißt: Wir zahlen nichts für die Ware.

Über welche Kleidungsstücke seid Ihr besonders dankbar?

Jürgen Fuchs: Sehr gefragt ist Baby- und Kinderkleidung. Hier ist die Nachfrage oft sogar höher als das Angebot.

Wer darf zum Einkaufen kommen? Benötigt man einen Nachweis, dass man bedürftig ist?

Jürgen Fuchs: Textilien abholen darf jeder Einwohner von Stadt und Landkreis Kitzingen. Bedürftigkeit wird nicht geprüft. Wir gehen davon aus, dass nur Menschen kommen, die die Sachen auch benötigen. Durch die etwas versteckte Lage des Kleidermarktes ist auch gewährleistet, dass die Kunden weitgehend anonym bleiben können.

Wird der Kleidermarkt gut angenommen?

Jürgen Fuchs: Tatsächlich ist er sehr gefragt. Corona-bedingt war jetzt lange geschlossen und erst seit dem 19. Juni ist wieder auf. Aktuell ist die Nachfrage auch noch etwas geringer als vor der Schließung. Das ist aber momentan auch ganz gut, da wegen der Hygieneauflagen immer nur wenige Personen gleichzeitig im Raum sein dürfen, um die Abstände zu wahren.

Aktuell sucht Ihr weitere Helfer. Welche Aufgaben hätten sie?

Jürgen Fuchs: Auf der Suche nach neuen Mitarbeitern haben sich tatsächlich schon zwei Personen gemeldet. Deshalb suchen wir jetzt nur noch Personen, die einspringen können, falls jemand mal verhindert ist. Es handelt sich um eine Stunde in der Woche, entweder zur Annahme am Freitag von 14 bis 15 Uhr oder zur Ausgabe am Dienstag von 10 bis 11 Uhr. Es ist eine interessante Tätigkeit mit der Möglichkeit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, etwas Gutes zu tun und in Teams zu arbeiten.

Was würdet Ihr Euch für Eure Arbeit wünschen?

Jürgen Fuchs: Wünschen würden sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter, dass manche Kunden – das betrifft nur eine kleine Zahl – ihre Arbeit mehr schätzen würden, denn sie verdienen nichts an der Tätigkeit. Außerdem wäre es schön, wenn wirklich nur saubere, gut erhaltene Textilien abgegeben würden und nichts vor der Tür abgestellt würde. Sonst muss das mühsam und kostspielig entsorgt werden.

Caritas-Kleidermarkt

Wo? In der Oberen Neuen Gasse 14 in Kitzingen-Etwashausen.

Was? Oberbekleidung entsprechend der Jahreszeit: Jacken, Mäntel, Anzüge, Hosen, Kleider, Röcke, T-Shirts, Hemden, Blusen, Pullover, Kinder- und Sportbekleidung, vollständige Bettwäsche-Garnituren und Handtücher.

Annahme: jeden Freitag von 14 bis 15 Uhr; kostenfrei.

Ausgabe: jeden Dienstag von 10 bis 11 Uhr; Kostenbeitrag je Kleidungsstück zwischen 50 Cent und 2 Euro.

Info: Den Kleidermarkt gibt es bereits seit Ende der 80er Jahre, am jetzigen Standort seit Anfang der 90er. Der Raum ist zirka 80 Quadratmeter groß und verfügt über eine Umkleidekabine. Die Einnahmen werden vorrangig zur Deckung der Unkosten des Kleidermarktes verwendet und für ein bis zwei Mitarbeitertreffen im Jahr. Nähere Informationen gibt es beim Caritasverband für den Landkreis Kitzingen unter Tel. 09321/ 22030. 

Berlin / Würzburg, 02.07.2020. „Ich bin froh, dass viele Menschen, die ein Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben, mit der Grundrente im Alter eine spürbar höhere Rente erhalten werden“, sagt Caritas-Präsident Peter Neher anlässlich der heutigen Verabschiedung der Grundrente im Bundestag.

Glaube im Kino  -  Am Sonntag, 12.07.2020 um 11 Uhr im Autokino Cineworld Mainfrankenpark Dettelbach

Würzburg, 19.06.2020. Mit einem eineinhalbstündigen Festkonzert im Innenhof des Caritashauses sagt die Caritas Danke an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Unterstützer, Freunde und Förderer.

Der nördliche Landkreis bekommt im Markt Schwarzach eine Tagespflegeeinrichtung für bis zu 22 Personen. 

„Es ist eine außergewöhnliche Leistung, die anerkannte Weiterbildung als Pflegedienstleitung (PDL) berufsbegleitend abzuschließen, gleichzeitig Verantwortung für einen ambulanten Pflegedienst wie St. Hedwig zu tragen, nebenbei noch Familienfrau und Mutter zu sein, und das alles unter CORONA-Bedingungen“.

Katholische Beratungsdienste: Online bei den Menschen. Seit den Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie nutzen immer mehr Menschen die Möglichkeit der Online-Beratung.

Der Caritas-Kleidermarkt in der Oberen Neuen Gasse 14 in Kitzingen-Etwashausen hat wieder geöffnet! 

Würzburg, 05.06.2020. Der Diözesan-Caritasverband ruft zur Teilnahme an der „Pilotphase BIBay“ auf. Menschen mit Behinderung und Fachkräfte sollen helfen, das neue Instrument zur Bedarfserhebung zu erproben.

Die Caritas in Würzburg gibt es bereits seit 100 Jahren. Unter dem Motto "Gemeinsam sind wir stark" wurde sie am 23. März 1920 gegründet. Der Bayerische Rundfunk berichtet anlässlich des Jubiläums über die vielfältigen Aufgaben der Caritas.

Freiburg/Berlin, 27.05.2020. Für den Deutschen Caritasverband und seinen Fachverband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) ist eine schrittweise und zügige Wiederaufnahme des Angebots von Kindertageseinrichtungen dringend erforderlich. Anlässlich der heute stattfindenden Jugend- und Familienministerkonferenz fordern die Verbände Unterstützung von Bund und Ländern für notwendige Investitionen.

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