Caritas Kitzingen

 

Am Vorabend des Eröffnungsgottesdienst zur Friedensdekade haben Frau Staab von der Pfarreiengemeinschaft St. Hedwig und ich, Katrin Anger von der Gemeindecaritas Kitzingen, am Geländer der Alten Mainbrücke etwa 150 Gedanken, Gedichte, Geschichten und Verse zum Frieden aufgehängt. Die Idee war, den Menschen, die über die Brücke gehen, Friedensgedanken mit auf den Weg zu geben. Am Sonntag und Montag hingen die bunten Friedensblumen und flatterten fröhlich im Wind. Doch am Dienstagmorgen lagen viele auf dem Boden verstreut. Wir wissen nicht, wie das passiert ist. Einige könnte der Wind abgerissen haben, vielleicht waren es auch Kinder oder frustrierte Leute. Wie auch immer, wir begannen die abgerissenen Friedensgedanken aufzulesen, damit sie nicht in den Main fallen würden.

Einen Teil davon hängte ich am Donnerstag wieder am Anfang der Brücke auf, zündete ein Friedenslicht an und segnete die Stadt Kitzingen mit Frieden. Meine Gedanken dazu waren: „Wenn wir den Frieden über unsere Stadt ausrufen, dann kann das auch Gegenwind bringen. Aber wir sollen uns davon nicht abhalten lassen, Friedensbringer zu sein, so wie es auf einem der Kärtchen steht: „Selig die Füße der Freudeboten, die da Frieden verkünden“. Wenn der Frieden mit Füßen getreten wird, dann wollen wir aufstehen und das Licht des Friedens erneut in unsere Stadt tragen.

Am Dienstag, den 17.11.2020 gab es im Rahmen der Friedensdekade in der Friedenskirche, Kitzingen Siedlung, einen besonderen Gottesdienst: „SING & PRAY & TALK“ mit dem Thema „Frieden suchen, Frieden finden“. Hier kamen die Geschichten und Verse zum Frieden erneut zum Einsatz: Aus den abgerissenen Bändern flochten wir eine bunte Schnur, an der wir einen Teil der abgerissenen Friedensgedanken mit Wäscheklammern befestigten und in der Kirche aufhingen. Jeder Besucher fand an seinem Platz ebenfalls eine Friedenskarte zum Weiterdenken und Mitnehmen.

„FRIEDEN“ ist etwas sehr Kostbares, dem wir sogar nachjagen sollen (Psalm 34,15). Das Schöne daran ist, dass wir nicht alleine auf dem Weg sind, denn der Gott des Friedens, der Friedefürst, wird mit uns sein und ER sagt: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch, nicht einen Frieden wie die Welt euch gibt. Euer Herz erschrecke nicht und sei unverzagt!“ (Joh. 14,27) – diese Gedanken und eine Friedensgeschichte zum Weiterverschenken bekamen die Gottesdienstteilnehmer mit auf den Weg.

Katrin Anger, Gemeindecaritas

 

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