Caritas Kitzingen

Alfred Volbers (rechts), Vorsitzender des Caritasverbands im Landkreis Kitzingen, überreichte Elmar Karl von der Rumänienhilfe Karl in Dettelbach eine Spende von 500 Euro.

WBerlin / Würzburg. Organisierte Angebote der Sterbehilfe dürfen in Deutschland nicht zur akzeptierten Normalität werden, fordert der Deutsche Caritasverband anlässlich des Welthospiztages am 11. Oktober. „Wir brauchen eine breitere Aufklärung der Bevölkerung zu den Möglichkeiten der Palliativversorgung, zur Suizidprävention und die Stärkung der palliativen Versorgung in den stationären Pflegeeinrichtungen“, sagt Caritas-Präsident Peter Neher.

„Wir haben Grund zum Feiern! Etwa 200 Frauen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen haben in den vergangenen 10 Jahren unseren Internationalen Frauentreff besucht und haben bewiesen, dass ein friedliches Zusammenleben möglich ist. Jede einzelne Frau ist kostbar und wertvoll und wir sind dankbar für jede Frau, die ihren Platz in Kitzingen oder an einem anderen Ort gefunden hat und für die Deutschland zu ihrer 2. Heimat geworden ist“, so Katrin Anger, bei der Begrüßung der Jubiläumsveranstaltung.

Während die Corona-Krise noch immer fast alle Bereiche unseres täglichen Lebens fest im Griff hat, hat eine Meldung aus der Politik zahlreiche Suchtexpertinnen, Suchtexperten sowie Betroffene und Angehörige von Menschen mit glücksspielbezogenen Problemen in Aufruhr versetzt. Der sinngemäße Wortlaut dieser Nachricht, die erstmals im Juni 2020 kursierte und Anfang September unter anderem in der Tagesschau und der Süddeutschen Zeitung in aktualisierter Form auftauchte: Die Bundesländer dulden illegale Online-Glücksspiele!

Würzburg, 27.09.2020. Vinzenztag der Diözese Würzburg mit Pontifikalamt und Verleihung des Vinzenzpreises der Caritas. Vorstellung des neuen Generalvikars Dr. Jürgen Vorndran. Päpstliche Ehrung für Dr. Anke Klaus.

Würzburg, 22.09.2020. Projekt „youngcaritas“ endet in der Diözese Würzburg zum 30. September. Dank an Leiterin Johanna Stirnweiß.

Mit Infoständen und vielfältigen Aktionen machte „youngcaritas“ jahrelang auf sich und das soziale Engagement der Caritas insgesamt aufmerksam. „Von Anfang an ist es Ziel, jungen Leuten eine Plattform für soziales, ökologisches und politisches Engagement zu bieten“, heißt es auf der Homepage des Projektes. In der Region Würzburg wurde „youngcaritas“ unter anderem durch seine alternativen Stadtrundgänge bekannt, auf denen über prekäre Lebenslagen informiert und das Gespräch mit Betroffenen gesucht wurde. Auch die Geschenkeaktionen für die Besucher der Würzburger Wärmestube und die Auftritte auf dem „umsonst & draußen“ werden in Erinnerung bleiben.

Immer wieder habe der Diözesanverband in den vergangenen Jahren bewusst eigene Mittel für dieses Projekt eingesetzt, um die Zielgruppe „Jugend“ dezidiert in den Blick zu nehmen, sagte Domkapitular Clemens Bieber. Lange wurde gerungen und nach neuen Möglichkeiten der Finanzierung Ausschau gehalten. „Die Entscheidung, das Projekt nun einzustellen, ist uns keineswegs leichtgefallen“, unterstrich Domkapitular Bieber bei der Verabschiedung der letzten Projektleiterin Johanna Stirnweiß. „Wir haben mit youngcaritas in den zurückliegenden sieben Jahren viel für und mit jungen Menschen in der Region bewegt und erlebt und sie auf gute Art und Weise an die Caritas herangeführt“, so Bieber, „aber die angespannte Haushaltslage ließ am Ende keine andere Möglichkeit zu. Eine Entscheidung gegen dieses Projekt war notwendig, trotz seiner großen Bedeutung.“

Auch zukünftig suche die Caritas im Rahmen des Möglichen den Kontakt zu jungen Menschen, aber das diözesane Projekt „youngcaritas“ werde im Verband definitiv fehlen. 

Gemeinsam mit Abteilungsleiterin Dr. Stefanie Kainzbauer dankte der Vorsitzende des Caritasverbandes Johanna Stirnweiß für ihr Engagement im Haus. Stirnweiß begann im Januar 2017 ihren Dienst im Fachbereich Bildung, bevor sie für drei Jahre die Leitung des Projektes „youngcaritas“ übernahm. Sie selbst habe das gute Miteinander mit Kolleginnen und Kollegen im Verband und im großen Netzwerk der bundesweiten youngcaritas-Akteure sehr geschätzt und viel Freude an der kreativen Arbeit mit den Jugendlichen gehabt. „Die Caritas wird mir fehlen“, sagte Stirnweiß, die zum 1. Oktober zum Bezirk Unterfranken wechseln wird.

Sebastian Schoknecht

Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben.“ (Mt 25,35)

Würzburg, 11.09.2020. Gemeinsamer Brief von Bischof Dr. Franz Jung und Spitzenvertretern des Diözesan-Caritasverbands Würzburg an Bundesinnenminister Horst Seehofer

In einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer hat der Würzburger Bischof Dr. Franz Jung gemeinsam mit Spitzenvertretern des Diözesan-Caritasverbands Würzburg am Freitag, 11. September, dafür geworben, nach der Brandkatastrophe auf der Insel Lesbos 2000 Menschen aus dem Flüchtlingslager Moria nach Deutschland einreisen zu lassen. Er unterstützt damit den Appell von Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

„Als Diözese Würzburg mit unserer Caritas unterstützen wir die Bemühungen der Stadt Würzburg, aber auch weiterer Kommunen in Unterfranken, Flüchtlinge aufzunehmen und zu betreuen“, heißt es in dem Schreiben. Weiter zitiert Bischof Jung Papst Franziskus, der davon sprach, dass in diesen Tagen keiner angesichts der menschlichen Tragödien gleichgültig bleiben könne. Der vom Papst geforderte „neue Humanismus“ solle nicht nur für eine Lebensphilosophie, sondern für ein bestimmtes Verhalten stehen. „Europa wird umso stärker, je mehr es durch die Umsetzung seiner Werte an Glaubwürdigkeit gewinnt!“ Das gelte es im Blick auf den Anschlag auf das World Trade Center in New York auf den Tag vor 19 Jahren stets im Blick zu behalten, betonte der Bischof.

Außerdem hoffe er, dass es Seehofer gelinge, seine Amtskollegen in der Konferenz der europäischen Innenminister zu überzeugen. „Dabei können Sie auf die Bereitschaft der Menschen in Deutschland, auch in der aktuellen Not zu helfen, verweisen und für die Nachahmung in den anderen Ländern werben.“ Zu den Mitunterzeichnern gehören Domkapitular Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands, Landtagspräsidentin a. D. und Ehrenpräsidentin des Diözesan-Caritasverbands Barbara Stamm, Caritasdirektorin Pia Theresia Franke und Dr. Harald Ebert, Verbandsbeauftragter für Integration und Inklusion.  

POW / Caritas

München, 11.09.2020. Anlässlich des bundesweiten Tages der Wohnungslosen am 11. September hat sich Landes-Caritasdirektor Prälat Bernhard Piendl für eine Stärkung der Präventionsangebote gegen Wohnungslosigkeit und einem Plan für niedrigschwellige Hilfen im kommenden Winter ausgesprochen: „Gerade in der anstehenden kalten Jahreszeit sind Wärmestuben und andere ambulante Angebote die wichtigsten Anlaufstellen für wohnungslose Menschen. Unter den derzeitigen Bedingungen mit speziellen Hygiene- und Abstandsregeln und den Maßnahmen zu Infektionsschutz reichen die bestehenden Räume aber nicht aus, den Bedarf zu decken.“ Gerade die Menschen am Rande der Gesellschaft hätten Hilfe und Unterstützung nötig. „Diese Angebote sind besonders wichtig, da sie für die Menschen auf der Straße wichtige Kontaktstellen sind, um weitere Hilfe in Anspruch nehmen zu können.“ 

Nötig sei es zudem, das am 1. Juli abgelaufene Moratorium von Mietzahlungen wieder in Kraft zu setzen, gleichzeitig aber auch die Vermieter vor einer eigenen finanziellen Schieflage zu bewahren, beispielsweise über einen Fonds. „Gerade für Menschen, die in Kurzarbeit sind oder Solo-Selbstständige aus besonders betroffenen Branchen wie dem Veranstaltungs- oder Gastgewerbe brauchen jetzt präventive Unterstützung, damit Corona sie nicht aller Existenzgrundlagen beraubt,“ so Piendl. Für nicht wenige Haushalte ist die Zahlung der Miete ein Kraftakt oder gar unmöglich geworden.

Gleichzeitig erschwert Corona die Arbeit der Einrichtungen, die wohnungslose Menschen betreuen: Die Unterkünfte und Aufenthaltsorte können wegen Sicherheitsabständen und Hygieneregeln ihre Aufnahmekapazitäten nicht voll ausnutzen und nicht alle Angebote, zum Beispiel der medizinischen Versorgung, können wie gewohnt stattfinden.

Allerdings sei das Problem der Wohnungslosigkeit nur die eindrücklichste Ausprägung des sich seit Jahren abzeichnenden Problems des fehlenden, bezahlbaren Wohnraums „Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit ist ein zentrales gesellschaftliches Problem. Dagegen müssen wir als Gesellschaft aber auch die Politik entschieden vorgehen. Langfristig ist es aber genauso dringlich, neuen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und langfristig zu sichern. Gerade vor dem Hintergrund der Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Auswirkungen bekommen die langjährigen Forderungen der Caritas, zum Beispiel einer sozialen Bindung von 30 Prozent aller Neubauwohnungen, eine neue Dringlichkeit.“

Tobias Utters

Die Leistung der pflegenden Angehörigen ist eingentlich nicht mit Geld zu bezahlen. 3,4 Millionen Menschen sind pflegebedürftig, dreiviertel werden zuhause versorgt.

Einfach loslaufen – eine Wegmeditation ! 

Es gibt so viele Dinge und Situationen, die aktuell Mühe machen, die anstrengend und belastend sind. Um mehr Abstand und Freiraum in unserem Alltag zu finden, kann eine Wegmeditation in der freien Natur eine wirksame Unterbrechung sein. Hier können wir wieder mehr unsere eigene Mitte spüren, zu uns selbst und zu Gott kommen.

Ehrung von Sieglinde Schraut für ihr außergewöhnliches Engagement. „Damit aus Fremden Freunde werden …“ unter diesem Motto ist Sieglinde Schraut seit mehr als 30 Jahren für Flüchtlinge in Kitzingen und dem Landkreis unterwegs. Auch in Corona-Zeiten hat sie es sich nicht nehmen lassen, für ihre Schützlinge da zu sein.

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